Kiefergelenkschmerz und Ohrgeräusche (Tinnitus) – kann Kieferorthopädie helfen?

Frage von Frau S.:

Vor etwa 2 1/2 Jahren hatte ich zum ersten Mal Schmerzen im Kieferbereich – am Anfang waren es ziehende Schmerzen, später hatte ich eher das Gefühl von kleinen Nadelstichen in diesem Breich. Damit einher gingen Ohrgeräusche. ich habe inzwischen viel probiert: CMD-Behandlung, Physiotherapie, Osteopathie, Gesprächstherapie – leider letztlich mit wenig Erfolg. Es gibt Phasen, in denen ich weniger Schmerzen habe, dann jedoch wird es wieder schlimmer. Manchmal habe ich das Gefühl, gar nicht richtig zu wissen, was ich eigentlich habe. Denken Sie, ich sollte einmal ein MRT machen lassen oder in eine Spezialklinik gehen? Aber in was für eine?
Die ständigen Schmerzen belasten mich nämlich sehr.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße G. S.

Antwort Dr. Weber:
Sehr geehrte Frau S.:
gestatten Sie, dass ich zunächst skeptisch bin: nicht, dass ich an Ihren Schmerzen zweifeln würde, vielmehr fehlt mir in Ihrer Mail ein klarer Befund und die daraus abgeleitete Diagnose. Was ich lese ist zunächst eine Ansammlung von Therapien, aber eben ohne den Bezug zu einer möglichen Ursache. Neben der Möglichkeit, dass solche Probleme von Zähnen und Kiefer kommen können, sind andere Fachrichtungen selbstverständlich auch zu überprüfen.
Der erste Schritt ist bei uns eine klare Diagnostik, wie sie die Manuelle Strukturanalyse bietet. Danach sollte bei vielen behandlungsbedürftigen Gelenkanomalien ein Blick mit dem Magnetresonanztomogramm (MRT) folgen. Erst wenn die Befundung abgeschlossen ist, kann eine Therapie folgen. Diese setzt sich dann häufig auch aus mehreren Komponenten zusammen. Dann ist es auch wichtig, dass diese zeitgleich erfolgen!

Viele liebe Grüße
Ihr
Dr. Joachim Weber

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