Ist Kieferorthopädie beim Erwachsenen auch ohne Chirurgie möglich und wer trägt dann die Kosten?

Frage von Frau H.B.:

Unsere Tochter (inzwischen 25 Jahre) leidet an einer Kieferfehlstellung, die mit 2 operativen Eingriffen behandelt werden soll. Besteht die Möglichkeit mit mit einer KFO-Behandlung eine Operation zu umgehen. Falls ja, welche Kosten würden entstehen, da die gesetzliche KK eine kieferorthopädische Behandlung nur im Zusammenhang mit einen chirurgischen Eingriff übernimmt.

Mit freundlichen Grüßen

H.B.

Antwort Dr. Weber:

Je nach Kieferfehlstellung ist es in manchen Fällen möglich auch ohne chirurgischen Eingriff zu behandeln. Dies kann aber nur in jedem Fall einzeln in Absprache mit dem Patienten erfolgen. Chancen und Risiken gilt es genau abzuwägen.

Die Kosten werden vor der Behandlung in einem Heil- und Kostenplan geschätzt. Sofern die Krankenkasse einen Zuschuß gewährt ist dieser in der Regel von der Durchführung eines operativen Eingriffes abhängig. Da der Zuschuß jedoch bereits vor dem chirurgischen Eingriff gewährt wird, sollte der Patient klären, ob die Krankenkasse die Zuschüsse zurückfordert, falls der Eingriff nicht durchgeführt wird.

Wird von Anfang an ohne Chirurgie geplant, so muß ist dies der Krankenkasse auch mitgeteilt werden. Damit ist ein Zuschuß nach Gesetzeslage dann ausgeschlossen.

Viele Grüße und viel Erfolg
Ihr

Dr. Joachim Weber

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